Zum Inhaltsbereich Zur Einstellung der Textgröße Zur Startseite
Unsere Themen
Sie sind hier: Unsere ThemenArbeit und WirtschaftFachtagung "Programmierte Frauenarmut?" im Juni 2008

Armutsrisiken von Frauen im Lebensverlauf

Tagungsdokumentation
Tagungsdokumentation

Fachtagung "Programmierte Frauenarmut" mit konkreten Ansätzen:

Landesfrauenbeauftragte regt Querschnittsprogramm für Bremen an

Konkrete Ergebnisse und hoher Zuspruch – das ist die Quintessenz der Fachtagung "Programmierte Frauenarmut", die am Dienstag, 17. Juni 2008 in der Bremischen Bürgerschaft stattgefunden hat. Mehr als 150 Expertinnen und Experten aus ganz Deutschland waren gekommen, um das Problem der Frauenarmut zu diskutieren.

"Die geschlechtsspezifischen Ursachen und die unterschiedliche Betroffenheit von Frauen und Männern bleiben bei der Armutsdiskussion häufig ausgeblendet", so Landesfrauenbeauftragte Ulrike Hauffe, deren Haus die Tagung in Kooperation mit der Arbeitnehmerkammer organisiert hatte. "Uns geht es um genau diese Aspekte: um die spezifischen Armutsrisiken von Frauen, ihre strukturellen Ursachen im Lebensverlauf, aber auch um Ansätze zur Vermeidung und Bekämpfung von Frauenarmut."

Dazu waren die Organisatorinnen einen neuen Weg gegangen und hatten einen ungewöhnlichen Ansatz gewählt: In vier Foren wurden spezifische biografische Schnittstellen untersucht, die besonders für Frauen mit Armutsrisiken verbunden sind – dazu zählen der Übergang von Schule in den Beruf, Kinder, Arbeitslosigkeit/prekäre Beschäftigung sowie der Übergang in die Rente und Pflegebedürftigkeit. "Es hat sich einmal mehr gezeigt, dass in unserer Gesellschaft durch Regelungen, gesetzliche Bestimmungen und auch mit gelebter gesellschaftlicher Praxis Frauenarmut Vorschub geleistet wird. An diesen spezifischen Stellschrauben auf unterschiedlichsten Ebenen müssen wir ansetzen", resümiert Ulrike Hauffe. "Ich wünsche mir daher für Bremen ein landespolitisches Querschnittsprogramm, in dem wir Gleichstellungspolitik strategisch und inhaltlich verbindlich weiterentwickeln. Die Impulse aus der Frauenarmutstagung sind ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg."

Neu: Dokumentation der Fachtagung (pdf, 2.2 MB)

Bericht über die Fachtagung im Bremer Arbeitnehmer Magazin (pdf, 63.3 KB)

Vortragsfolien aus den einzelnen Foren:

Forum 1: Trotz Abschluss arm?! Mangelnde Bildungsrenditen als Armutsrisiko

Forum 2: Kinder als Armutsrisiko: Die Exklusion der Mütter vom Arbeitsmarkt

Forum 3: Das Arbeits-Los: Arbeitslosigkeit und prekäre Beschäftigung

Forum 4: Frauen leben länger, aber wovon? Altersarmut und Pflegebedürftigkeit

Veranstalterinnen:

ZGF - Bremische Zentralstelle für die Verwirklichung der Gleichberechtigung der Frau in Kooperation mit der Arbeitnehmerkammer Bremen und dem Zentrum für Sozialpolitik, Universität Bremen

Susanne Gieffers, Referentin für Öffentlichkeitsarbeit
Tel. +49 (421) 361-6050




 Schriftgröße:
Schrift verkleinernSchriftgröße zurücksetzenSchrift vergrößern