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Beruf und Familie

Die Schwierigkeiten bei der Vereinbarkeit von Beruf und Familie beeinträchtigen noch immer die Erwerbstätigkeit von Frauen. Wegen fehlender Kinderbetreuungsmöglichkeiten und/oder nicht genügend flexiblen Arbeitszeiten müssen Frauen häufig auf ihren Arbeitsplatz verzichten oder ihre Arbeitszeit wesentlich einschränken. Dadurch haben sie Probleme, sich wieder in die Beschäftigung / in den Arbeitsmarkt zu integrieren, beziehungsweise ihre berufliche Karriere zu forcieren.

Aus diesem Grund engagiert sich die Zentralstelle seit 2003 in einem Verbund mit Kammern, Gewerkschaften, Kirchen und Unternehmen, um die Aktivitäten im Land Bremen zu bündeln, zu vernetzen und die Unternehmen davon zu überzeugen, dass eine familienfreundliche Personalpolitik Vorteile für Arbeitgeber und Beschäftigte sowie Standortvorteile bietet. Damit verbunden wurde eine qualitativ hochwertige Beratung, Begleitung und Vernetzung der Unternehmen und Institutionen aufgebaut, die sich im Zuge von Auditierung oder durch Beratungsprozesse familienfreundlich aufstellen wollen. Das Land Bremen verfolgt damit die strategische Herangehensweise, Beruf und Familie aus Sicht der Beschäftigten und der Unternehmen gleichermaßen positiv zu gestalten.

Dies führte im Jahre 2011 zur Gründung von Impulsgeber Zukunft e.V. – für eine familienbewusste Personalpolitik. Dessen Anliegen ist es, Unternehmen und Öffentlichkeit Informationen bereit zu stellen und sie über Gesprächsplattformen und Jour fixes, Vernetzung, Austausch sowie Weiterentwicklung von familienfreundlichen Maßnahmen in den Unternehmen zu beraten.

Das Thema Familienfreundliche Arbeitszeiten wird zwar immer wieder aufgrund eines tradierten Rollenverständnisses den Frauen zugeordnet, ist jedoch weder ein individuelles, noch ein geschlechtsspezifisches Problem, sondern richtet sich an Wirtschaft, Gesellschaft sowie an Männer und Frauen (Mütter und Väter; pflegende Angehörige). Dem Thema „Vereinbarkeit von Familie und Beruf“ liegen strukturelle Probleme zugrunde, die sich unter anderem auf den (drohenden) Fachkräftemangel in bestimmten Berufen und Branchen beziehen. Maßnahmen in einzelnen Unternehmen können zwar individuell für MitarbeiterInnen bei der Vereinbarkeit Erleichterungen schaffen, sie reichen aber nicht aus, um die strukturellen Hürden gesamtgesellschaftlich aus dem Weg zu räumen.

Hierfür sind der flächendeckende Ausbau der Kinderbetreuung, besonders für die unter Dreijährigen, verlässliche Zeiten in Schule und KiTa, qualitativ hochwertige Angebote bei der Kinderbetreuung und bei den sogenannten Randzeiten sowie bessere Bedingungen bei der Vereinbarkeit von Pflege und Beruf notwendig. Die Realität zeigt, dass wir von einer flexiblen betrieblichen Personalpolitik, die eine partnerschaftliche Vereinbarkeit von Beruf und Familie ermöglicht, in den meisten Betrieben weit entfernt sind.

Die Zentralstelle setzt sich für die bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie ein, weil sie erwartet, dass mittels familienfreundlicher Personalpolitik die Rückkehr ins Berufsleben, die Umsetzung geeigneter Modelle zu Arbeitszeit und Arbeitsorganisation sowie die Erhöhung des Frauenanteils in Führungspositionen erreicht werden können.
 

Weitere Aktivitäten

  • Jährlicher Aktionstag für Familien im Rathaus Bremen im Mai mit Auszeichnung familienfreundlicher Unternehmen durch die Senatorin für Soziales, Kinder, Jugend und Frauen
  • Podiumsdiskussionen, wie zu den Themen „Standortfaktor Familienfreundlichkeit“ (10/ 2011) und „Kinderbetreuung nach Maß“ (05/ 2013)

 

Ansprechpartnerin in Bremen:

Bettina Wilhelm

Landesbeauftragte für Frauen

Ansprechpartnerin in Bremerhaven:

Dr. Anne Röhm

Leiterin des Büros Bremerhaven
Frauen in Arbeit und Wirtschaft, Frauenförderung, Gewalt gegen Frauen und Kinder