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Gesundheitsversorgung von Migrantinnen

Im Land Bremen leben derzeit rund 176.000 Menschen mit Migrationshintergrund. Das entspricht einem Anteil von ca. 27 Prozent der Gesamtbevölkerung. Wie überall in Deutschland haben Migrantinnen und Migranten auch in Bremen keinen gleichberechtigten Zugang zu den öffentlichen Gesundheitsdiensten. Trotz erster Schritte wie der Etablierung eines Dolmetscher-Services und Erstellung eines Gesundheitswegweisers für MigrantInnen durch das Gesundheitsamt besteht Konsens, dass die interkulturelle Öffnung des Gesundheitswesens in Bremen weiter entwickelt werden muss.

Ein Thema, mit dem sich die ZGF besonders beschäftigt, sind die Bedarfe von Mädchen und Frauen mit Migrationshintergrund, für die es aufgrund sprachlicher und kultureller Barrieren keine ausreichenden Informations-, Präventions- und Rehabilitationsangebote gibt. Es geht dabei um die Entwicklung sowohl eines kultur- als auch geschlechtssensiblen Ansatzes.

Aus diesem Grund rief das Bremer Forum Frauengesundheit im Mai 2006 den Arbeitskreis "Gesundheit von Migrantinnen" ins Leben. Er regt im Rahmen einer breiten Vernetzung Schritte an, um die Gesundheitsversorgung von Migrantinnen im Land Bremen nachhaltig zu verbessern.

Am 28. März 2008 gründete sich das Interkulturelle Gesundheitsnetzwerk Bremen (ign) mit 40 Bremer Institutionen aus den Bereichen Gesundheits- und Sozialdienstleistungen, Wissenschaft, Verwaltung, MigrantInnenverbänden und zahlreichen Einzelpersonen. Es verfolgt in zehn Arbeitsgruppen das Ziel, mehr Chancengleichheit zu ermöglichen und die gesundheitliche und psychosoziale Situation von Zugewanderten in Bremen zu verbessern. Die ZGF gehört zu den Gründungsmitgliedern und arbeitet in der Steuerungsgruppe mit.