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Häusliche Beziehungsgewalt

Gewalt in nahen Beziehungen („Häusliche Beziehungsgewalt“) hat vielfältige Auswirkungen: Körperliche, sexuelle oder psychische Gewalt wirkt nicht isoliert auf Körper oder auf die Seele. Oftmals wird sie zudem von einem permanenten Bedrohungsgefühl, von Isolation und Kontrollverlust der Betroffenen begleitet. Gewalt in einem Umfeld zu erleben, in dem eigentlich Vertrauen erwartet wird, sprich: in einer Partnerschaft, Ehe oder innerhalb der Familie, ist eine extreme Belastung. Sie wiegt umso schwerer, wenn sie zum individuellen Problem Einzelner erklärt wird. Vom Partner geschlagen, bedroht oder gedemütigt zu werden, ist für viele betroffene Frauen und Mädchen mit Scham belegt. Das macht es schwer, das Problem anzusprechen oder sich Hilfe zu holen.
 
Gesetzlich gibt es seit Inkrafttreten des Gewaltschutzgesetzes 2002 eine Handhabe. In der Folge wurde in Bremen wie in allen Bundesländern das Landespolizeigesetz angepasst: Die Polizei kann Täter und Täterinnen der Wohnung verweisen, Betroffene können Kontakt-, Annäherungs- und Belästigungsverbote oder die Überlassung der Wohnung bei Gericht beantragen.
 

Informationen und Hilfe für Betroffene

Logo der Internetseite gewaltgegenfrauen.bremen.de

An wen kann ich mich wenden, wenn ich Gewalt als Frau erlebe? Was kann ich tun, wenn dies in meinem Bekanntenkreis geschieht? Es gibt Einrichtungen und Anlaufstellen, die Hilfe und Unterstützung in Bremen und Bremerhaven anbieten. Die ZGF gibt hier erste Informationen, an wen sich Frauen und Mädchen wenden können. Einen Überblick über Anlaufstellen, Rechtslagen und Schritte aus der Gewalt bietet unsere Seite www.gewaltgegenfrauen.bremen.de
 

Informationen und Unterstützung für Fachleute im Hilfesystem

Broschüren der ZGF.

Ein wirkungsvolles Hilfe- und Unterstützungssystem ist wichtig. Die ZGF unterstützt die Arbeit der Einrichtungen im Land Bremen, indem sie Vernetzungs- und Fortbildungsangebote (aktuelle Angebote: Veranstaltungskalender) schafft und mit ihrer Öffentlichkeitsarbeit dazu beiträgt, das bestehende Hilfenetz bekannter zu machen. Einen Überblick über Themendossiers und Broschüren erhalten Sie unter: Service
 

Politische Maßnahmen zum Gewaltschutz

Den Gewaltschutz weiterhin zu verbessern, ist Ziel der ZGF. Das beinhaltet auch, politische Maßnahmen anzuregen und an sich verändernde Realitäten anzupassen. Unter Federführung der ZGF erarbeitet beispielsweise eine ressortübergreifende Arbeitsgruppe des Landes Bremen Maßnahmen, die den Schutz der betroffenen Frauen und Kinder verbessern und Gewalt in nahen sozialen Beziehungen vorbeugen sollen. Beteiligt sind die Ressorts Justiz, Inneres, Bildung und Soziales.