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Klasse-Frauen: Lernen mal anders

Aktion an Bremer Schulen

Zu sehen ist die Gesundheitswissenschaftlerin Dr. Florence Samkange-Zeeb vor einer grünen  Tafel.
Die Gesundheitswissenschaftlerin Dr. Florence Samkange-Zeeb besuchte 2016 die 9. Klasse der Wilhelm-Kaisen-Oberschule. Foto: Kerstin Rolfes

Vorbilder zum Zuhören und Nachfragen sind spannend und eine gute Abwechslung zum herkömmlichen Unterricht – das war die Idee hinter der Aktion "Klasse-Frauen: Lernen mal anders", die 2011 von der ZGF ins Leben gerufen wurde. Einmal im Jahr besuchen seither Frauen mit den verschiedensten beruflichen Werdegängen Bremer Schulklassen und berichten von sich: Wie sie wurden, was sie sind, welche Hindernisse ihnen als Frau begegneten, wie sie sie aus dem Weg räumten, was Erfolge und Misserfolge ihnen bedeuten.
Mädchen und Jungen setzen sich an diesem Tag mit der Menge der Möglichkeiten und der Vielfalt von Lebenswegen auseinander – jenseits möglicherweise schon geprägter Geschlechterrollen.

Die Aktion startete mit 15 Schulklassen und ebenso vielen „Klasse-Frauen“, fünf Jahre später lag sie bei 50 Klassen, Kursen und ebenso vielen Frauen. Sie wird von der ZGF federführend organisiert und gemeinsam mit der Senatorin für Bildung veranstaltet. Von der ersten Klasse bis zur Erwachsenenschule, von Hemelingen bis Blumenthal melden sich unterschiedliche Klassenstufen und Schulformen an, um für ein bis zwei Schulstunden von einer „Klasse-Frau“ besucht zu werden. Die Frauen machen dies ehrenamtlich. Da kommt eine Feuerwehrfrau in die zweite Klasse, eine Bankdirektorin besucht den Abi-Jahrgang. Die Chefin eines Raumfahrtunternehmens begeistert Zwölfjährige fürs Leben im All, die Kfz-Gutachterin vermisst mit Achtjährigen Reifenprofile.

Den Horizont bei der Berufsorientierung erweitern

Broschüre

Eine Dokumentation der Aktion "Klasse-Frauen" aus dem Jahr 2011 können Sie hier (pdf, 2.5 MB) herunterladen.

Anlass für die Aktion war die Tatsache, dass das Berufswahlverhalten von Mädchen und Jungen trotz erweiterter Möglichkeiten nahezu unverändert ist und tradierte Rollenbilder nach wie vor großen Einfluss haben: Mädchen wählen bevorzugt Dienstleistungs- und Sorge-Berufe, Jungen den technischen Bereich. Vorbilder können hier eine große Rolle spielen. Ähnlich wie der Girls‘ Day soll der Besuch einer „Klasse-Frau“ Schülerinnen und Schülern einen Impuls geben, wie groß und vielfältig die Welt der Berufe ist – für Mädchen wie Jungen.

Wer kann mitmachen – wer anmelden?

Alle Schulformen können dabei sein. Interessierte Schulen und Lehrkräfte können sich direkt bei der ZGF melden und erhalten zu Jahresanfang eine Liste der mitmachenden „Klasse-Frauen“, ihre Profile und zeitlichen Einsatzmöglichkeiten in der Aktionswoche Anfang März. Sie teilen anschließend ihre Wunschkandidatinnen der ZGF mit, die übernimmt die Zuteilung und vermittelt den Kontakt zwischen Schule und „Klasse-Frau“. Die Erfahrung hat gezeigt: Eine einmalige, kurze Vorabsprache zwischen Lehrkraft und „Klasse-Frau“ zum Ablauf der Stunde, zu möglichen Fragestellungen und Interessen der Schülerinnen und Schüler ist nötig – aber mehr auch nicht. Dies übernimmt die Schule/Lehrkraft in Eigenregie. Die ZGF braucht einzig eine Rückmeldung bei Terminverschiebungen oder Ausfällen, um umdisponieren zu können.

2017 findet die Aktion im Zeitraum vom 6. bis 10. März statt.

Kontakt

Susanne Gieffers

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit