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Make Werbung Great Again: Plakatmotiv jetzt als Postkarte!

Drei Entwürfe von Studierenden der Universität Bremen jetzt zum Mitnehmen

Plakat

Bremen. Das Plakat mit der Trump-Tolle gegen sexistische Werbung – „Make Werbung great again“ – ist jetzt auch als Postkarte zu haben. Ab heute liegen dieses und zwei weitere Motive in 200 Kneipen, Cafés und anderen Orten im Stadtgebiet Bremen aus: Hingehen, Mitnehmen, Weitergeben!
Neun Tage lang war der stilisierte Trump mit den Kulleraugen auf 120 Bremer Werbewänden im gesamten Stadtgebiet zu sehen, die das Medienunternehmen Ströer dafür zur Verfügung gestellt hatte.

In der Zeit wurde das Motiv vielfach wahrgenommen, meist positiv – selbst der Satiriker Jan Böhmermann postete es auf seinem Twitter-Kanal. Nun kommt das Bild, das die Studierenden der Uni Bremen am Lehrstuhl für innovatives Markenmanagement Vanessa Strauch, Larissa Ochs, Gerrit Schüler, Julia Großmann, Henry Wolter, Stella Yudicheva und Lu Zhao entworfen haben, als eine von drei Postkarten zum Thema wieder. Dazu zwei weitere Motive der "studentischen Werbeagenturen" des Projektseminars.

Plakat-Entwürfe von Studierenden zur Botschaft „sexistische Werbung – nein danke“

Die Stadtmusikanten: Sexistische Werbung?

Sexistische Werbung melden!, gif, 8.2 KB

Mit der Silhouette Bremens und der Stadtmusikanten arbeiten die Studierenden Lara Herber, Tamara Netzel, Inga Schneider, René Rackow, Rene Setrick Philip Beckmann und Lisa Ahuis. „Hier hat uns die dahinterstehende Idee einer engagierten Bürgergesellschaft, die Nein zu Sexismus in der Werbung sagt, besonders angesprochen“, erklärt Landesfrauenbeauftragte Ulrike Hauffe die Auswahl dieses Motivs als Postkarte. Auch die schlichte Ästhetik des Motivs habe beeindruckt.

Lolly im Pop-Art-Stil

Werbung die anmacht geht anders., gif, 21.1 KB

Die dritte Postkarte schließlich „dürfte nicht ganz unumstritten sein“, glaubt Ulrike Hauffe. Sie zeigt einen Frauenmund mit Lolly im Pop-Art-Stil, „Werbung die anmacht. Geht anders.“ lautet der Slogan. Motiv und Spruch stammen ebenfalls von der „Trump-Truppe“ um Vanessa Strauch. „Dieses Motiv arbeitet genau damit, was es kritisiert: Wen so ein Mund anspricht, der oder die greift sich die Karte“, erklärt Hauffe den besonderen Reiz dieses Motivs.
 
Die Postkarten liegen als „Unicards“ bis zum 13. Juli in Cafés, Kneipen und Kulturorten aus.
 
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