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Gesundheit rund um die Geburt in Bremen stärken

Bauch einer schwangeren Frau
Foto: Amina Filkins von Pexels

In der Zeit rund um die Geburt werden wichtige Weichen für die Gesundheit von Kindern und ihren Familien gestellt. Um ihre Situation in dem Lebensabschnitt zu verbessern, schlossen sich wichtige Akteur:innen aus Politik und Praxis zusammen und veröffentlichten einen Handlungsleitfaden mit konkreten Lösungsvorschlägen. Der Leitfaden bündelt Empfehlungen von Fachkräften sowie subjektive Erfahrungen und Perspektiven von Müttern. Zu den Herausgeber:innen gehören neben der ZGF das Bremer Bündnis natürliche Geburt, die Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen e. V., die Senatorin für Gesundheit sowie die Senatorin für Soziales.

Grundlage für den Handlungsleitfaden ist das im aktuellen Bremer Koalitionsvertrages festgeschriebene Vorhaben, das nationale Gesundheitsziel "Gesundheit rund um die Geburt" auf Bremer Landesebene umzusetzen. Zu den Zielen zählen dabei eine gesunde Schwangerschaft, die Förderung einer natürlichen Geburt, die Stärkung der Bedeutung des Wochenbetts sowie die Unterstützung von Familien im ersten Lebensjahr ihres Kindes.

Handlungsbedarf definiert der Leitfaden zu folgenden Punkten:

  1. Fachkräftemangel auf den Geburtsstationen begegnen: zum Beispiel durch Familien- und altersgerechte Arbeitszeiten, die mit neuen Arbeits- und Schichtmodellen optimiert werden könnten.
  2. Berufsübergreifende Zusammenarbeit stärken: wie beispielsweise durch gemeinsame Fortbildungen von Hebammen, Ärzt:innen und Frühen Hilfen.
  3. Versorgungsstrukturen für psychisch erkrankte Mütter ausbauen: Aktuell gibt es für an Wochenbettdepressionen erkrankten Frauen in Bremen keine stationäre Unterbringung, bei der sie ihre Säuglinge mitnehmen können.
  4. Stillberatung erweitern und stillfreundliches Umfeld für Familien schaffen: Bremen bietet zu wenige Still- und Familiencafés. Ein Label „familienfreundliche Einrichtung“ könnte hier Anreize schaffen.