Sie sind hier:

Vortragsreihe Mädchen in Bewegung

Seit vielen Jahren engagiert sich der AK Mädchen in Bewegung für Bewegungs-Spiel-Räume für Mädchen. Immer wieder tauchen dabei neue Fragen auf. Warum sind Mädchen wie sie sind? Warum tun sie was sie tun? Welche Unterstützung wollen und brauchen sie? Wie können wir ihrer Bewegungslust nachgehen?
Mit der Vortragsreihe "Mädchen in Bewegung" gehen wir aktuellen Trends und den Lebenswelten von Mädchen zwischen 12 und 18 Jahren nach. Die Referent_innen bieten unterschiedliche Einblicke in die aktuelle wissenschaftliche Diskussion. In anschließenden Gesprächen unter Kolleg_innen können wir die Gelegenheit nutzen, diese mit den konkreten Erfahrungen aus der Arbeit zusammen zu bringen. Wir freuen uns sehr auf die Vorträge und auf viele spannende Gespräche.

Sookee & Refpolk:
Männlichkeitsentwürfe und (Hetero-) Sexismus im deutschsprachigen Rap

Weser Stadion, Ostkurvensaal, 21.6. 19.00 Uhr

Der Input gibt einen Einblick in die Entstehung, Potenziale und problematischen Aspekte von Rap. Dabei greifen Sookee und Refpolk auf Theorien zur Konstruktion von Geschlecht und der kritischen Männerforschung zurück. Darauf aufbauend thematisieren sie den Zusammenhang von Männlichkeitsentwürfen und (hetero-)sexistischen Images und Performances im deutschsprachigen Rap. Sie gehen hierbei vor allem auf sprachliche Mechanismen ein, diskutieren die Verquickung von Gewalt und Sexualisierung und setzen sich mit dem Aspekt der Mehrdeutigkeit auseinander.
Anschließend Djs.

Ines Pohlkamp:
Zwischen Entsetzen und Glücksversprechen.

Zum Verhältnis von Mädchen-Sein und Attraktivität
Weser Stadion, Ostkurvensaal, 11.9. 17.00 Uhr

Viele Mädchen zeigen sich heutzutage selbstbewusst. Dazu zählt auch, sich körperlich zu inszenieren und sich sexuell aktiv darzustellen. Weibliche Attraktivität, so scheint es, ist wieder ein zentrales Kapital für zahlreiche Mädchen. Gibt es in dieser Hinsicht einen affirmativen Trend in den Ansprüchen ans Mädchen-Sein? Und warum gibt es so viele Mädchen, die es (scheinbar) nicht stört, sich diesen Idealen anzupassen?! Die Referentin setzt sich mit Erkenntnisse aus der Forschung und aus der eigenen Praxis der Mädchenarbeit auseinander, um diese Fragen zu beantworten. Sie bietet einen Blick auf das Phänomen 'weiblicher Schönheit' aus heteronormativitätskritischer Perspektive. Damit nähert sie sich dem Entsetzen ebenso wie dem Glücksversprechen.

Nina Feltz:
Bewegungspraktiken von Mädchen in öffentlichen Räumen

Weser Stadion, Ostkurvensaal, 15.11. 17.00 Uhr

Öffentliche Bewegungsräume sind Ausdruck der gesellschaftlichen Geschlechterordnung. Wer wann wo und wie körperlich in Bewegung ist, ist Folge von Entscheidungs- und Aneignungsprozessen, die lebenslang stattfinden und sowohl von Generation zu Generation übertragen werden, sich aber auch immer wieder verändern können. Wie geht die heutige Mädchengeneration mit öffentlichen Bewegungsräumen um, welche Bewegungsräume eignen sie sich an, welche nicht? Was können Gründe für diese Entscheidungen sein? Der Vortrag fragt schließlich, was es braucht, um die Lust an Bewegung und die Entwicklung eigener Bewegungspraktiken zu fördern.

Der Arbeitskreis Mädchen in Bewegung arbeitet unter dem Dach des Arbeitskreises Mädchenpolitik.