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Mädchenarbeit mit Profil

Fachlichkeit – Kompetenzen - Erfahrung
In Beziehung
Methodenvielfalt

Mehr zum Thema finden Sie auf der Unterseite Arbeitskreis Mädchenpolitik

Fachlichkeit – Kompetenzen - Erfahrung

Mädchenarbeit bringt fundiertes und aktuelles Wissen über die Lebenslagen und Bedürfnisse von Mädchen und jungen Frauen mit. Die Mitarbeiterinnen haben eine pädagogische oder psychologische Ausbildung, sind z.B. Sozialpädagoginnen, Psychologinnen, Erzieherinnen, Sozialwissenschaftlerinnen oder Erziehungswissenschaftlerinnen. Sie haben Kenntnisse über und eine Haltung zur Entwicklung von Geschlechtsidentität und Gleichstellungsfragen. Dazu gehört die persönliche Auseinandersetzung mit der eigenen Biografie und der Rolle als Frau. Neben ihren unterschiedlichen Professionen bringen sie eine große Bandbreite an Zusatzqualifikationen u. a. aus den folgenden Bereichen mit: Sexualpädagogik, Antiaggressionstraining, Medienpädagogik, Theater-, Kunst-, Musikpädagogik, Erlebnispädagogik, Selbstbehauptung- / Selbstverteidigung, Mediation oder Gestalttherapie. Häufig können Kolleginnen in der Mädchenarbeit auf verschiedene Methoden der Sozialen Arbeit zurückgreifen wie: Gesprächsführung, systemtheoretische Arbeit sowie auf therapeutische Zusatzausbildungen in den Bereichen: Essstörungen, Sucht, selbstverletzendes Verhalten, Borderline Persönlichkeitsstörung, Video - Home – Training, interkulturelle Arbeit, Konfliktschlichtung, Supervision, Frauenspezifische Beratung.

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In Beziehung

Kern der Qualität der Arbeit ist die gelungene – empathische und professionelle - Beziehung zu den Mädchen. Mitarbeiterinnen nehmen in der Beziehung eine Vorbildfunktion ein. Grundlage der Beziehung ist die Freiwilligkeit auf Seiten der Mädchen aber auch die Zusicherung von Vertraulichkeit. Mitarbeiterinnen gehen von der oftmals sehr unterschiedlichen Lebensrealität der Mädchen aus. Die Mädchen werden in ihren Vorstellungen, Wünschen, Bedürfnissen und Bedarfen gesehen, ernst genommen und wert geschätzt. Mädchenarbeit ist parteilich, das heißt am konkreten Beispiel vermeintlich "unangepasstes" Verhalten nicht abzuwerten, sondern die dahinterliegenden Haltungen, Bedürfnisse oder Nöte zu erkennen.
Mädchen sind, was sie sind – und das ist gut so. Das, was Mädchen sind oder können, ihre Potentiale und Kompetenzen stehen im Mittelpunkt – nicht ihre Probleme oder Defizite. Das erfordert von den Mitarbeiterinnen auch, Mädchen herauszufordern und ihre Möglichkeiten wie Grenzen zu achten. Sie tun dies, indem sie Mädchen Erfahrungen ermöglichen und diese mit ihnen reflektieren.

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Methodenvielfalt

Mädchenarbeit verfügt über vielfältige Methoden und Arbeitsansätze: Arbeit mit Gruppen, vor allem prozessorientiertes Arbeiten, Arbeit zu Themen mit Selbsterfahrungselementen, Umgang mit Beratungsthemen, pädagogische oder in besonderen Fällen therapeutische Gespräche oder spielerisches Lernen durch kreative Methoden.
Tanz und Kulturprojekte begeistern immer mehr Kinder und Jugendliche in Schulen und kulturellen Einrichtungen. Tanz und Theater beinhalten vielfältige Erfahrungsmöglichkeiten für Mädchen, sich mit Körperwahrnehmung und -bewusstsein auseinander zu setzen und fördern wichtige Schlüsselkompetenzen wie Ausdauer, Toleranz, Einfühlungsvermögen, Zuverlässigkeit und Fantasie. Sie setzen Kontrapunkte zu medialen Vorgaben. Mädchenarbeit kann die guten Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit Künstler/innen aller Fakultäten für Mädchen fruchtbar machen.