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Ulrike Hauffe ist Diversity-Persönlichkeit 2017

ZGF gratuliert ihrer ehemaligen Leiterin

Ulrike Hauffe, Diversity-Persönlichkeit 2017 und Landesfrauenbeauftragte a.D. Foto: ZGF

Die ehemalige Landesfrauenbeauftragte Ulrike Hauffe ist heute (12.12.) im Bremer Rathaus als Diversity-Persönlichkeit 2017 für ihr Lebenswerk geehrt worden. Ihre Nachfolgerin Bettina Wilhelm und das Team der ZGF gratulieren!

„Gleichstellungspolitik in Bremen hat mit Ulrike Hauffe über zwei Jahrzehnte hinweg ein deutliches Profil erhalten“, heißt es in der Begründung der Jury, und weiter: „In außergewöhnlichem Maße überschritt sie das Soll ihrer Funktion durch ihren Einsatz für die Förderung unterschiedlicher Dimensionen von Vielfalt und gegen Diskriminierung: beispielsweise engagierte sie sich wirksam dafür, Gewalt gegen Frauen mit Behinderung zu ahnden.“ Auch dass bei der traditionellen Schaffermahlzeit seit zwei Jahren Frauen zugelassen seien oder dass Werder eine Frauenfußballmannschaft habe, sei Ulrike Hauffes Verdienst. Hauffe war nach 23 Jahren im Amt der Landesfrauen Ende Oktober in den Ruhestand gegangen.

Die Auszeichnungen Diversity Preis „Der bunte Schlüssel: Vielfalt gestalten“ und Diversity Persönlichkeit werden seit acht Jahren von der Hochschule Bremen (HSB) zusammen mit dem Mercedes-Benz Werk Bremen und einer Gemeinschaft von weiteren Träger_innen an Unternehmen, Institutionen sowie Initiativen in Norddeutschland vergeben (www.diversity-preis-bremen.de). Mit dem Diversity Preis werden dieses Jahr die BLG Logistics und die Volkshochschule Bremerhaven geehrt.

"Vorreiterin von Diversity und mehr als würdige Preisträgerin"

„Ulrike Hauffe hat diese Auszeichnung sowas von verdient, und ich gratuliere ihr von ganzem Herzen“, so Landesfrauenbeauftragte Bettina Wilhelm, „sie hat Frauen- und Gleichstellungspolitik in Bremen maßgeblich geprägt und bundesweit Impulse gesetzt.“

Wilhelm weiter: „Diversity als Konzept, das Vielfalt von Lebensentwürfen als Potenzial sieht und fördert, umfasst durchaus mehr und anderes als Frauenförderung. Frauenförderung wiederum ist einer von mehreren Aspekten von Frauen- und Gleichstellungspolitik, die auf die Abschaffung ungleicher, durch die Kategorie Geschlecht begründeter Strukturen und Chancen abzielt. Insofern haben beide Ansätze – Diversity und Gleichstellungspolitik – nicht alles, aber sehr viel gemeinsam. Der Einsatz für Frauenbelange und gegen strukturelle Ungleichheiten prägt Ulrike Hauffes Leben, hat nicht erst mit ihrem Amtsantritt als Landesfrauenbeauftragte begonnen und hört auch jetzt lang nicht auf – aber das Amt und die Art, wie sie es ausgeübt hat, haben ihr Möglichkeiten gegeben, Ungleichheiten und Ungerechtigkeiten frontal anzugehen und andere von ihrer Haltung zu überzeugen. Insofern ist Ulrike Hauffe eine Vorreiterin von Diversity und eine mehr als würdige Preisträgerin.“