Junge Menschen entscheiden sich bei der Berufswahl oft weiterhin wie früher. Das heißt, Männer gehen in sogenannte typische Männerberufe. Frauen gehen in sogenannte typische Frauenberufe. In diesen Berufen sind traditionell entweder Männer oder Frauen in der Mehrheit. So gehen nach wie vor zum Beispiel fast nur Männer zur Feuerwehr. Zum Beispiel bilden Frauen in Kitas die Mehrheit. Alte Vorstellungen von Berufen sind immer noch vorhanden.
Sogenannte typische Frauenberufe werden meist schlechter bezahlt als sogenannte typische Männerberufe. Schon durch die Berufswahl kommt es so zur Ungleichheit im späteren Verdienst. Frauen erhalten niedrigere Löhne als Männer. Diese Entwicklung wird also schon früh festgelegt. Wenn Frauen systematisch weniger verdienen als Männer, hat das einen Namen. Man spricht von "Gender Pay Gap". Damit ist die Lücke in der Bezahlung zwischen den Geschlechtern gemeint. Diese Lohnlücke zwischen den Geschlechtern ist im Land Bremen besonders groß. In Bremen werden Frauen im Vergleich zu Männern demnach besonders schlecht bezahlt.
Deshalb versucht die ZGF, Vorurteile über Geschlechter bei jungen Menschen früh aufzudecken. Ziel ist es, bei den jungen Menschen eine andere Sicht zu erzeugen. Weg von sogenannten typischen Berufen für Männer oder Frauen.