Sie sind hier:

Frauen in Arbeit und Wirtschaft

Im Land Bremen haben deutlich weniger Frauen als Männer ein bezahltes Arbeitsverhältnis. Dabei ist es egal, ob sie angestellt oder selbständig sind. Frauen arbeiten zudem viel häufiger in Teilzeit und in schlechter bezahlten Jobs. Sie unterbrechen ihre berufliche Tätigkeit länger und häufiger als Männer. Gründe sind oft die Erziehung der Kinder oder die Pflege von Angehörigen. Allgemein verdienen Frauen weniger als Männer. Dabei leisten sie aber dieselbe Arbeit. Man spricht deshalb von einer "Lohnlücke", die bei vielen Frauen entsteht. In Bremen und Bremerhaven ist diese sogenannte Lohnlücke sehr groß. Frauen mit Migrationshintergrund sowie Alleinerziehende sind besonders betroffen. Für sie ist es extrem schwierig, eine Arbeit zu finden.

Beruf, Ausbildung oder Weiterbildung sind für Mütter oft schwer möglich. Denn die vorhandenen Kita-Plätze reichen nicht aus. Das bedeutet: Viele Mütter müssen zuhause bleiben, obwohl sie arbeiten wollen. Die ZGF setzt sich für den Ausbau der Kinderbetreuungsangebote ein. Es geht aber nicht nur um ein größeres Angebot an Kita-Plätzen im Land Bremen. Es müssen weitere Möglichkeiten geschaffen werden. Längere Öffnungszeiten in Kitas beispielsweise. Und mehr Personal. Damit Mütter flexibler auf Arbeitsangebote eingehen können.

Eine weitere wichtige Gruppe für uns sind Frauen mit Flucht- und Migrationshintergrund. Wie kann es gelingen, ihnen einen Zugang zum Arbeitsmarkt zu ermöglichen? Für dieses Ziel ermitteln wir die Bedarfe und Angebote in Bremen. Wir bauen Netzwerkarbeit aus. Wir bringen Menschen zusammen, die die Situation am Arbeitsmarkt für Frauen verbessern können.

Die ZGF engagiert sich in über 20 Arbeitsgruppen. In diesen Gruppen geht es um Belange rund um das Thema Arbeit. Die ZGF setzt sich dabei immer für die Gleichberechtigung von Frauen ein. Interessen von Frauen und die Forderung nach Gleichberechtigung werden dadurch vertreten. Die ZGF koordiniert und leitet den "Arbeitskreis Berufliche Perspektiven für Frauen und Mädchen". Der Arbeitskreis ist ein sehr wichtiges Netzwerk. Darin sind Expertinnen für den Arbeitsmarkt vertreten. Ihr Fachgebiet ist die Frage nach gleichen Chancen am Arbeitsmarkt. Und sie kennen sich mit der Erwerbstätigkeit von Frauen aus. Außerdem leitet die ZGF das "Netzwerk Arbeitsmarktintegration von Frauen mit Migrations- und Fluchtbiografie". Es setzt sich für Frauen mit Migrations- und Fluchterfahrung ein. Denn diese Frauen sollen besser in den Arbeitsmarkt integriert werden. Sie sollen leichter Arbeit finden.