Die Zentralstelle der Landesfrauenbeauftragten (ZGF) hat heute ihren Tätigkeitsbericht für die Jahre 2024/2025 der Bremischen Bürgerschaft vorgelegt. Landesfrauenbeauftragte Bettina Wilhelm gab einen kurzen Überblick über die Arbeit und Aufgaben der ZGF und zeigte auf, welche künftigen Aufgaben im Bereich der Gleichstellungs- und Frauenpolitik auf im Land Bremen zu bewältigen sind. In ihrer Rede vor den Abgeordneten empfahl die Landesfrauenbeauftragte eine Landeskompetenzoffensive zur Digitalisierung: eine Strategie für Bremen und Bremerhaven, die Initiativen und Maßnahmen entwirft, bündelt und umsetzt, damit alle Menschen in Bremen digitale Basiskompetenzen erlangen und „digitalfit“ werden können.
Frauenfeindliche Einstellungen nehmen zu, Gewalt gegen Frauen und queere Menschen steigt, rückwärtsgewandte Rollenbilder gewinnen wieder an Zustimmung. Gleichzeitig geraten wichtige Fördermaßnahmen, etwa zur Beschäftigung und Integration, im Land Bremen sowie im Bund unter finanziellen Druck, was besonders Frauen mit Migrationsgeschichte und Alleinerziehende stark belastet.
Die ZGF hat deshalb in den letzten zwei Jahren verstärkt auf diese Herausforderungen aufmerksam gemacht und arbeitet gemeinsam mit Akteur*innen aus Politik, Verwaltung und weiteren Institutionen daran, Rückschritte zu verhindern und Fortschritte zu sichern. Der aktuelle Tätigkeitsbericht der ZGF gibt einen umfassenden Einblick in diese Arbeit, benennt bestehende Probleme und zeigt auf, wo weiterhin Handlungsbedarf besteht.
Für die kommenden Jahre stehen wichtige Themen wie die Transformation des Arbeitsmarkts, der Gewaltschutz, die Frauengesundheit sowie die geschlechtergerechte Gestaltung von Digitalisierungsprozessen im Fokus. Die ZGF wird gemeinsam mit der Frauensenatorin den Landesaktionsplan zum Schutz von Frauen vor Gewalt fortschreiben, die Arbeitsmarktstrategie engagiert begleiten und sich weiterhin für geschlechtersensible Berufsorientierung sowie eine barrierefreie gynäkologische Versorgung einsetzen.
Mit Blick auf die Bürgerschaftswahl 2027 wird die ZGF frauen- und gleichstellungspolitische Anliegen deutlich machen, um die Grundlagen einer demokratischen und gerechten Gesellschaft zu stärken. Landesfrauenbeauftragte Bettina Wilhelm: „Die ZGF steht dafür und wird sich unverändert dafür einsetzen, dass nicht ein Weniger, sondern ein Mehr von gleichberechtigter Teilhabe aller Menschen der Weg in die Zukunft ist. Wenn wir Ungleichheiten abbauen, Teilhabe stärken und Gewalt entschieden entgegentreten, verteidigen wir damit auch die Grundlagen unseres demokratischen Zusammenlebens. Daran werden wir auch künftig mit Nachdruck arbeiten.
Den 25. ZGF-Bericht finden Sie hier zum Download (pdf, 22.3 MB).