Demenz ist eine der zentralen kommunalen Zukunftsaufgaben. Dabei sind Frauen in doppelter Hinsicht von Demenz betroffen: als Erkrankte sowie als Pflegende. Etwa 65 Prozent der an Demenz erkrankten Personen sind weiblich. Ein Grund hierfür ist unter anderem ihre höhere Lebenserwartung. Nach Schätzungen sind unter den pflegenden Angehörigen rund zwei Drittel Frauen: Meist die Partnerinnen, Töchter oder Schwiegertöchter. Diese Verantwortung geht häufig mit erheblichen körperlichen, psychischen und finanziellen Belastungen einher. Pflegearbeit wird vielfach neben Erwerbsarbeit geleistet oder führt zu deren Reduzierung – mit langfristigen Folgen für Einkommen und Alterssicherung. Deshalb muss eine Demenzstrategie geschlechtersensibel ausgestaltet sein, damit den strukturellen Ungleichheiten wirksam begegnet werden kann.